Hochdruck oder Niederdruck? Welchen Wasserhahn brauchst du?

Hochdruck oder Niederdruck? Welchen Wasserhahn brauchst du?

Erfahre die Unterschiede zwischen einer Hochdruck- & Niederdruckarmatur, egal ob Waschtischarmatur oder Küchenarmatur. Lerne, wie sie unterschiedlich funktionieren. Unser Ratgeber verrät es dir!

  • 27.01.2023
  • 4 min
  • Wissen

Wann brauchst du eine Hochdruck- und wann eine Niederdruckarmatur?

Diese Frage kommt häufig auf, wenn du auf der Suche nach einem neuen Wasserhahn bist. Wir stellen dir die beiden Armaturenarten vor und erklären dir, unter welchen Bedingungen sie eingesetzt werden und was beim Anschluss zu beachten ist.

Hochdruckarmaturen werden verwendet, wenn in der Wasserversorgung normaler Druck herrscht. Sie werden häufig verwendet, wenn eine zentrale Warmwasserversorgung vorhanden ist, die ein ganzes Badezimmer mit warmem Wasser versorgt. Die beiden Anschlussschläuche des Wasserhahns werden direkt an die Eckventile der Wasserleitung angeschlossen. An der Wand befindet sich also ein roter Anschluss für Warmwasser und ein blauer Anschluss für Kaltwasser. Das kalte oder warme Wasser fließt direkt aus der Leitung. In der Küchenarmatur oder Badarmatur werden die beiden Wasserarten gemischt, so dass das Wasser in der gewünschten Temperatur aus dem Hahn kommt.

Niederdruckarmaturen werden verwendet, wenn keine zentrale Warmwasserleitung vorhanden ist, und sind häufig mit einem roten Blitz auf der Verpackung gekennzeichnet. Sie werden in der Regel für kleinere Durchlauferhitzer mit geringer Leistung verwendet, z. B. in Gästetoiletten oder Küchenspülen. Es ist wichtig, vor dem Kauf oder Anschluss die Angaben des Herstellers zu überprüfen, um sicherzustellen, dass die richtige Armatur verwendet wird.

Außerdem sollte beim Kauf immer auf die Herstellerangaben und die Anschlüsse der Armatur geachtet werden. Wenn eine Armatur bereits montiert ist, muss auf die Anzahl der Anschlussschläuche geachtet werden. Es gibt Armaturen mit zwei (Hochdruck) oder drei (Niederdruck) Anschlüssen. Daher ist es wichtig, dass die Armatur mit dem Durchlauferhitzer oder dem Wasserversorgungssystem kompatibel ist.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wahl zwischen Hochdruck- und Niederdruckarmaturen hauptsächlich von den vorhandenen Anschlüssen abhängig ist. Hochdruckarmaturen eignen sich für Systeme mit normalem Druck, während Niederdruckarmaturen für Systeme ohne Warmwasseranschluss und für Durchlauferhitzer oder Boiler geeignet sind. Es ist wichtig, die Angaben des Herstellers und die Armaturen des Durchlauferhitzers sorgfältig zu überprüfen, um sicherzustellen, dass die richtige Art von Armatur verwendet wird.

Was sind die Unterschiede zwischen Hoch- und Niederdruckarmaturen?

Vorab: Es ist nicht entscheidend, ob du eine Küchenarmatur oder eine Waschtischarmatur hast. Auf den ersten Blick sehen beide Wasserhähne gleich aus. Der Unterschied liegt jedoch im Inneren - zumindest nach dem Einbau der Armatur. Vor der Montage unterscheiden sich Hochdruck- von Niederdruckarmaturen dadurch, dass eine Niederdruckarmatur drei Anschlussschläuche hat, während eine Hochdruckarmatur mit nur zwei Schläuchen auskommt.

Wozu braucht eine Niederdruckarmatur den dritten Schlauch? Ein Anschlussschlauch ist für das Kaltwassernetz, die beiden anderen Schläuche sind für das Warmwassergerät (Durchlauferhitzer/Boiler). Über einen Schlauch gelangt kaltes Wasser in das Gerät, über den anderen Schlauch gelangt erwärmtes Wasser in die Kartusche. In der Kartusche werden warmes und kaltes Wasser gemischt, ähnlich wie bei einer Hochdruckarmatur. Wie warm das Wasser schließlich aus dem Wasserhahn kommt, bestimmst du durch die Einstellung der Bedienungshebel.

Bei Durchlauferhitzern kannst du die gewünschte Wassertemperatur auch am Gerät einstellen. Das spart Strom, weil weniger Leistung benötigt wird, um das Wasser auf die gewünschte Temperatur zu bringen. 

Es ist wichtig zu beachten, dass die Wahl zwischen Hochdruck- und Niederdruckarmaturen hauptsächlich von den vorhandenen Anschlüssen und dem Wasserversorgungssystem abhängt. Hochdruckarmaturen eignen sich für Systeme mit Normaldruck, während Niederdruckarmaturen für Systeme ohne Warmwasseranschluss und für Durchlauferhitzer oder Boiler geeignet sind.

Besonderheiten von Niederdruckarmaturen in der Küche oder im Bad

Eine Niederdruckarmatur hat die Aufgabe, den anstehenden Wasserdruck abzufangen, damit dieser nicht in das drucklose Warmwassergerät gelangt. Andernfalls könnte das Gerät beschädigt werden, da es nicht für die in der zentralen Wasserversorgung üblichen Drücke ausgelegt ist.

Niederdruckarmaturen haben einen Strahlregler und Hochdruckarmaturen eine Mischdüse. Wird der Strahlregler durch einen feinmaschigeren ersetzt, kann es zu einem Druckaufbau im Warmwassergerät kommen, der im schlimmsten Fall zu Schäden führen kann. Das gleiche kann passieren, wenn ein Wasserstopp eingebaut wird.

Typisch für Niederdruckarmaturen ist auch, dass sie ab und zu nachtropfen. Das ist kein Defekt, sondern passiert, wenn sich das Wasser erwärmt. Niederdruckarmaturen tropfen, weil sie für den Druckausgleich im Warmwasserbereiter ausgelegt sind. Wenn das Wasser erhitzt wird, dehnt es sich aus und erzeugt Druck im System. Um Schäden am Gerät zu vermeiden, ist die Niederdruckarmatur mit einem Tropfmechanismus ausgestattet, der den überschüssigen Druck durch einen Wassertropfen abbaut. So wird sichergestellt, dass das Warmwassergerät nicht überlastet wird und keinen Schaden nimmt. Es ist daher normal, dass Niederdruckarmaturen nach dem Abstellen des Wassers tropfen, da sie den Druck im System regulieren und ausgleichen.

Kann man ein Niederdruckwasserhahn als Hochdruckwasserhahn benutzen?

Es ist nicht möglich, eine Niederdruckarmatur als Hochdruckarmatur zu verwenden. Niederdruckarmaturen sind für den Einsatz in Systemen mit niedrigem Wasserdruck ausgelegt, Hochdruckarmaturen für den Einsatz in Systemen mit höherem Wasserdruck. 

Eine Niederdruckarmatur ist nicht für den Anschluss an ein Hochdrucksystem mit Warm- und Kaltwasserleitungen konstruiert und kann daher bauartbedingt nicht an ein Hochdrucksystem angeschlossen werden. Außerdem ist die Niederdruckarmatur nicht für den normalen Hauswasserdruck von ca. 3-6 bar geeignet.

Weitere Artikel